Schützenverein Kolenfeld von 1937 e.V.

Kurzwaffen


Pistolen- und Revolverdisziplinen



Luftpistole/KK-Pistolen und -Revolver/GK-Pistolen und -Revolver

Wie beim Gewehr kann man auch das sportliche Schießen mit Pistolen und Revolvern in verschiedenen Formen betreiben. Das Sportprogramm umfasst Disziplinen mit unterschiedlichen Anforderungen, der Fokus liegt entweder auf dem Einzelschuss (Luftpistole, Freie Pistole), auf einer schnellen Serie von Schüssen (Schnellfeuerpistole) oder einer Mischung beider Aspekte.
Die Waffe wird in der Regel mit nur einer Hand am ausgestreckten Arm gehalten, gezielt wird über Kimme und Korn. Nur mit einem hohen Maß an Konzentration und spezieller Kraftausdauer sowie Koordination gelingt es, das mindestens 500g betragende Abzugsgewicht so zu überwinden, dass der Schuss genau im richtigen Moment ausgelöst wird.


Je nach Disziplin werden folgende Anschläge verwendet:
•    (frei) stehend
•    stehend aufgelegt
•    sitzend aufgelegt


Folgende Disziplinen werden deutschlandweit angeboten, weitere Disziplinen können ggf. in einzelnen Landesverbänden ebenfalls ausgeübt werden.
•    Luftpistole 10m (olympisch)
•    Kleinkaliberpistole 25m (olympisch) und 50m
•    Großkaliberpistolen 25m


Pistolenschießen im SV Kolenfeld

Folgende Disziplinen werden mit der Luftpistole ausgetragen:
•    Luftpistole (olympisch)
•    Luftpistole Auflage
•    Luftpistole Mixed Team
•    Mehrschüssige Luftpistole
•    Luftpistole Mehrkampf
•    Luftpistole Standard

Das Schießen mit Luftgewehren und Luftpistolen ist ab 12 Jahren (mit elterlichem Einverständnis) erlaubt. Aber auch jüngere Kinder können schon aktiv werden, wenn sie eine polizeiliche Ausnahmegenehmigung bekommen. Für diese sind verschiedene Voraussetzungen zu erfüllen, welche das Waffengesetz regelt. Ansonsten sind Luftpistolen für Volljährige frei erwerbbar, spezielle Erlaubnisse sind nicht erforderlich.


Luftpistole (olympisch)

Im olympischen Luftpistolen-Programm werden alle Schüsse im (frei) stehenden Anschlag abgegeben. Vor der eigentlichen Wettkampfzeit haben die Sportler 15 Minuten Zeit für unbegrenzt viele Probeschüsse. Anschließend folgen die Wettkampfschüsse, welche bei der Deutschen Meisterschaft sowie bei internationalen Wettkämpfen in der Qualifikation in vollen Ringen und im Finale in Zehntelringen gewertet werden.


Schüsse
Zeit (min)*
Schülerklasse 20
30
ab Jugendklasse einschließlich Landesmeisterschaft
4
50
Bundesliga u.a. Liga-Wettkämpfe


DM: Jugendklasse, Herren/Damen III-IV


DM: Junioren I-II und Herren/Damen I-II
60
75
Internationale Wettbewerbe




*Zeitangabe immer für elektronische Scheiben. Bei Seilzuganlagen kann die Wettkampfzeit verlängert werden.


Luftpistole Auflage

Mit Eintritt in die Altersklasse III (ab 51 Jahre) besteht die Möglichkeit, an den Auflagedisziplinen innerhalb der sogenannten Seniorenklassen teilzunehmen. Geschossen wird entweder stehend oder sitzend, wobei in beiden Fällen die Pistole auf eine Stütze aufgelegt werden darf. Bei Auflagedisziplinen ist das Probeschießen in die Wettkampfzeit inkludiert, es gibt also keine separate Probezeit. Aufgrund der hohen Ergebnis- und Leistungsdichte wird diese Disziplin bei Meisterschaften generell nur in Zehntelringen gewertet.



Schüsse
Zeit (min)*
Senioren I-V (ab 51 Jahre) 30
45


*Zeitangabe immer für elektronische Scheiben. Bei Seilzuganlagen kann die Wettkampfzeit verlängert werden.



Kleinkaliber-Pistole

Folgende Disziplinen werden mit der Kleinkaliber-Pistole ausgetragen:
•    50m Pistole („Freie Pistole“)
•    50m Pistole Auflage
•    25m Schnellfeuerpistole (olympisch)
•    25m Pistole („KK-Sportpistole“) (olympisch)
•    25m Pistole Auflage
•    25m Standardpistole
Das Schießen mit Kleinkaliber-Waffen ist ab 16 Jahren (mit elterlichem Einverständnis) erlaubt. Aber auch Jüngere können schon aktiv werden, wenn sie eine polizeiliche Ausnahmegenehmigung bekommen. Für diese sind verschiedene Voraussetzungen zu erfüllen, welche das Waffengesetz regelt. Für den Erwerb einer Kleinkaliber-Waffe ist eine spezielle Berechtigung, eine Waffenbesitzkarte (kurz WBK, kein Waffenschein) erforderlich.

50m Pistole

Diese Disziplin ähnelt im Ablauf der Luftpistole sehr stark. Probeschießen erfolgt in einer separaten Probezeit (15 Minuten).


Schüsse
Zeit (min)*
Halbprogramm
30
55
Volles Programm
60
90


*Zeitangabe immer für elektronische Scheiben. Bei Seilzuganlagen kann die Wettkampfzeit verlängert werden.


50m Pistole Auflage

Mit Eintritt in die Altersklasse III (ab 51 Jahre) besteht die Möglichkeit, an den Auflagedisziplinen innerhalb der sogenannten Seniorenklassen teilzunehmen. Geschossen wird entweder stehend oder sitzend, wobei in beiden Fällen die Pistole auf eine Stütze aufgelegt werden darf. Bei Auflagedisziplinen ist das Probeschießen in die Wettkampfzeit inkludiert, es gibt also keine separate Probezeit.


Schüsse
Zeit (min)*
Seniorenklasse I-V
30
50


*Zeitangabe immer für elektronische Scheiben. Bei Seilzuganlagen kann die Wettkampfzeit verlängert werden.


25m Schnellfeuerpistole (olympisch)

Es werden zwei Durchgänge à 30 Schuss durchgeführt. Jeder Durchgang besteht aus sechs Serien - jeweils zwei Serien in acht, sechs und vier Sekunden für fünf Schuss. Ein Schuss wird als Treffer gewertet, wenn er mindestens eine 9,7 ist.

25m Pistole (olympisch)

Nach einem Präzisionsdurchgang, in dem sechsmal fünf Schuss in je fünf Minuten abgegeben werden, folgt ein Duelldurchgang. Hier werden ebenfalls sechs Serien à fünf Schuss verlangt, allerdings bleibt je Schuss nur das kleine Zeitfenster von drei Sekunden - anschließend ist die Ampel für sieben Sekunden auf Rot und es darf nicht geschossen werden. Verpasste Schüsse zählen als Fehler und werden mit Null gewertet. Ein Schuss wird als Treffer gewertet, wenn er mindestens eine 10,2 ist.

25m Pistole Auflage

Mit Eintritt in die Altersklasse III (ab 51 Jahre) besteht die Möglichkeit, an den Auflagedisziplinen innerhalb der sogenannten Seniorenklassen teilzunehmen. Geschossen wird entweder stehend oder sitzend, wobei in beiden Fällen die Pistole auf eine Stütze aufgelegt werden darf. Bei der 25m Pistole wird ausschließlich Präzision geschossen, also sechs Serien à fünf Schuss in 150 Sekunden.


Schüsse
Zeit/Serie
Seniorenklasse I-V
30
150


25m Standardpistole

Die 60 Wettkampfschüsse werden in zwölf Serien à fünf Schuss unterteilt. Die Zeit pro Serie beträgt je viermal 150, 20 und 10 Sekunden.
Im Bereich der Großkaliber-Pistolen und -Revolver wird immer auf 25m entfernte Scheiben geschossen. Es können technisch zwei Untergruppen unterschieden werden:
  1. Zentralfeuerpistolen mit einem Gewicht von max. 1500g, welche Zentralfeuerpatronen im Kaliber 7,62 bis 9,65mm (keine Magnumpatronen) verschießen und
  2. Pistolen/Revolver mit einem Gewicht von max. 1550g, welche Munition der Kaliber 9mm Luger (9x19), .45ACP, .357 Magnum oder .44 Magnum verschießen. Für jede Munitionsart gibt es einen eigenen Wettbewerb.
Folgende Disziplinen werden mit den Großkaliber-Pistolen-Revolvern ausgetragen:
•    25m Zentralfeuerpistole
•    25m Pistole/Revolver mit obigen Unterscheidungen nach Munition.


Diese großkalibrigen Revolver und Pistolen sind erlaubnispflichtig und können ab dem vollendeten 21. Lebensjahr als Sportschütze erworben werden. Bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres bedarf es darüber hinaus ein amts- oder fachärztliches oder fachpsychologisches Zeugnis über die geistige Eignung, um die Waffe erwerben zu können.

25m Zentralfeuerpistole

Nach einem Präzisionsdurchgang bestehend aus sechs Serien à fünf Schuss in fünf Minuten folgt ein Schnellfeuerdurchgang. Hier werden sechs Serien geschossen, wobei für jeden Schuss ein Zeitfenster von drei Sekunden vorgesehen ist und anschließend für sieben Sekunden nicht geschossen werden darf.
25m Pistole/Revolver Diese Wettbewerbe werden alle nach dem gleichen Muster geschossen. Zunächst werden vier Serien à fünf Schuss in je 150 Sekunden abgegeben, dann folgen vier Serien à fünf Schuss in je 20 Sekunden. Es werden in den beiden Durchgängen unterschiedliche Scheiben verwendet.

Vorderladerschießen im SV Kolenfeld

In diesem Disziplinbereich sind unterschiedliche Waffenarten (Kurz- und Langwaffen) zusammengefasst. Diesen ist gemein, dass es sich um originale oder originalgetreu nachgebaute Vorderlader-Waffen handelt, bei welchen die Treibladung (Schwarzpulver) und das Geschoss nacheinander von vorne in den Lauf eingebracht werden. Die Zündmechanismen stammen aus unterschiedlichen Epochen und werden in Luntenschloss (Zündung durch glimmende Lunte), Steinschloss (Funkenzündung durch Feuerstein) und Perkussionsschloss (Zündhütchen-Zündung) unterteilt.
Für Vorderlader-Flintenwettbewerbe (Wurfscheibenschießen) gilt für die Ladung: maximal 6,2g Schwarzpulver, Schrote aus Blei oder nicht toxischen Bleiersatzstoffen aus Monometallen Ø maximal 2,6mm, Gewicht der Schrotladung maximal 35g.